• Die neue GEO: Das Erlernen von Sprache

    Die neue GEO: Das Erlernen von Sprache

    Die ersten 50 Millionen Wörter sind die Wichtigsten

    Laut Wilhelm von Humboldt ist es die Sprache, die einen Menschen erst von Tieren unterscheidet. Doch wie erlernen wir sie? Und welche Rolle spielt sie auf dem Weg zu unserem späteren Erfolg? Der Leitartikel der neuen GEO beschäftigt sich mit dem menschlichen Medium Sprache und wie dieses besonders in den ersten Jahren des Lebens über unsere Zukunft entscheiden kann. Es gibt wenige Dinge, die einen sozialen Aufstieg derart behindern wie schlechte Sprachkenntnisse. Was also ein Kind mit weniger als 2 Jahren leistet, ist unglaublich. Es erkennt Regelmäßigkeiten und sortiert Wörter ohne jegliches Vorwissen. Was daraus wird ist „Baba“ oder „Mama“. Die ersten 50 Millionen Wörter entscheiden wohl über den Erfolg als Erwachsenen.

    Das Erlernen von Sprache

    Die sogenannte Triangulierung ist einer der entscheidensten Momente beim Erlernen einer Sprache. Sobald ein Kind und ein Erwachsener gemeinsam die Aufmerksamkeit auf einen Gegenstand richten. Dieser wird vom Erwachsenen benannt. Wenn z.B. ein Kind einen Hund sieht und sagt "Wa-Wa", dann kann der Erwachsene darauf reagieren und ihm erklären, dass es sich um einen Hund handelt. So lernt das Kind, Dinge mit Worten zu verbinden.

    Die aktuelle Ausgabe zu dem Thema finden Sie HIER !

  • Neue Ideen fürs alte Wohnen

    Neue Ideen fürs Wohnen

    Inspiration

    Gerade ein eigenes Haus gebaut? Oder vielleicht in eine neue Wohnung gezogen? Das Magazin Schöner Wohnen bietet Inspiration. Mit neuen Wohn-Trends und Materialideen gibt das Magazin Vorschläge für das perfekte Heim. Jedes der Möbelstücke wird natürlich direkt vorgestellt; falls sich prompt eine Sesselverliebtheit einstellen sollte, sodass man diesen finden und erwerben kann.

    Alles Grau in Grau Malen

    Die Trendfarbe Grau ist eines der großen Themen der Septemberausgabe von Schöner Wohnen. So schön die Farbe Kontraste mit Weiß und anderen grelleren Farben bilden kann, so  schnell kann sie auch kühl und dunkel für einen Raum wirken. Schöner Wohnen gibt Tipps, den richtigen Ton zu finden und mit welchen Farben dieser kombiniert werden kann.  Auch im Bad macht sich die Farbe gut. Kontraste mit weißer Toilette und Waschbecken passen in belichteten Bädern hervorragend.

    Wohnen Trend Grau

    Dreimal auf Holz geklopft

    Wer dreimal auf Holz klopft, vermeidet, dass sich das Glücksrad dreht. Beim Wohnen dreht sich der Trend jedenfalls nicht. Das Material ist zeitlos und beständig. Es müssen nicht nur Tische sein. Stühle, Wandverkleidungen, Deko, ja sogar Lampen gehören in das hölzerne Repertoire. Das Magazin zeigt wie facettenreich Holz sein kann. Gemaserte Birke, Kiefer, Esche formen nordische Frische. Die helleren Holztöne lassen sich so besonders gut mit Blau kombinieren. Ländliche Wärme bieten Erle, Zirbe und Eiche.

    Wohnen Holz

    Lernen von den Profis

    Die Zeitschrift besucht außerdem einige Architekten in ihren Wohnungen und Häusern, die jeweils ganz individuell gestaltet und entworfen sind. Ein Architektenpaar hat in seiner Pariser Wohnung statt Zimmern kleine Hütten errichtet. Die Küche steht in einem gläsernen Gewächshaus.

    Wohnen Glashaus Küche

    Die neue Ausgabe gibt's hier!

    Tipp: Für kreative Eingebungen nach dem Lesen mit den Bildern Collagen erstellen.

    Bildquellen: Aus der aktuellen Schöner Wohnen Ausgabe 9-16

  • Autodiebstahl leicht gemacht - Fahrzeuge per Funk öffnen

    Sicherheitslücken bei 15 Autoherstellern

    VW Schlüsel, Fahrzeuge

    Forscher haben auf der Usenix-Konferenz in Austin, USA ihre Ergebnisse über erhebliche Sicherheitslücken bei Modellen von ca. 15 Autoherstellern entdeckt.. Bei Experimenten stellten sie fest, dass die Funkfunktion, mit denen man das Auto per Fernbedienung öffnet, bei etlichen Autos außer Kraft gesetzt werden konnte. Auch der ADAC bestätigt, dass Fahrzeuge ohne manuelle Schlüsselsysteme besonders gefährdet für Diebstahl sind.

    Ein solches Experiment läuft also wie folgt ab: Die Fahrzeugbesitzer entfernen sich, z.B. beim Einkaufen im Supermarkt, vom Fahrzeug. Währenddessen zeichnen die Forscher mithilfe eines Senders das Signal des Schlüssels auf. Wenn die Besitzer zurückkehren öffnen sie das Auto von weitem – ganz zum Schock der Fahrzeugführer, die das größtenteils ängstigt und verärgert.

    Rund 100 Millionen Fahrzeuge betroffen

    Schätzungen zufolge sind weltweit rund 100 Millionen Autos betroffen. Vor allem VW ist unter diesen. Fast semtliche Modelle seit Baujahr 1995 lassen sich mit dieser Technik problemlos und ohne Spuren öffnen. Darunter sind auch die Tochtergesellschaften Audi, Škoda und Seat. Hinzu kommen Modelle von Alfa Romeo, Citroën, Dacia, Fiat, Ford, Lancia, Mitsubishi, Nissan, Opel, Peugeot und Renault, obwohl ein Autodieb bei diesen mehrere Funksignale zum Öffnen des Autos abfangen muss.

    Bei der Konzeption der Schlüssel wurden nur wenige Passphrasen programmiert, weshalb solche Diebstähle mehr als wahrscheinlich werden. Um diesen Prozess zu verstehen sollte eventuelle die Technik hinter den Funkschlüsseln erklärt werden: Der Schlüssel sendet ein verschlüsseltes Signal an das Fahrzeug, wenn es geöffnet werden soll. Bei den VW-Fahrzeugen ist es den Forschern gelungen diese Verschlüsselung zu reproduzieren.

    Reale Gefahr?

    Gut, werden Sie sagen, aber was hat das denn mit der Realität zu tun? Schließlich sind kleinkriminelle Autodiebe keine Forscher. Wenn man aber den Gerüchten Glauben schenkt, gab es in Deutschland bereits Fälle von eben solchen Diebstählen, die sich dieser Technologie behalfen. Die Hardware kostet weniger als hundert Euro und passt in eine herkömmliche Tasche.

    Man könnte sogar die Signale von mehreren Fahrzeugen auf einem Parkplatz mitschneiden und so z.B. nachts sehr viele Fahrzeuge auf einmal öffnen.

    Das Starten des Autos ist hiermit allerdings meist noch nicht möglich. Ein Schlüssel oder andere Startsysteme (z.B. per Fingerabdruck) sind hierfür noch nötig. Wertsachen können aber ohne Spuren durch diese Technik mitgenommen werden. Der Fahrzeughalter bemerkt dies vielleicht sogar erst später.

    VW geht es mit dieser weiteren Qualitätslücke nicht unbedingt besser. Rückrufe oder Anschreiben an die Kunden wurden bis jetzt noch nicht vorgenommen oder geplant.

     

    Bildquelle:

    • https://data.motor-talk.de/data/galleries/85746/5635596/p1060329-32411.JPG
    • http://s.telegraph.co.uk/graphics/TimelineGenerator/bin/img/1443021280303/vw-logo-3_3457184a.jpg
  • Stern Crime - Die Witwe

    Stern Crime ist ein relativ neues Magazin, das wahre Verbrechen echter Menschen darstellt. Mit Spannung bringt es Kriminalanalysen und psychologische Gutachten der schaurigen Täter auf den Tisch. Stern Crime ist das perfekte Magazin für jeden Krimiliebhaber. Mit dem feinen Unterschied, dass diese Taten... wirklich geschehen sind.

     

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    In der neuen Ausgabe des Magazins wird eine Täterin dargestellt, die unschuldiger nicht wirken könnte. Eine augenscheinlich Schutzbedürftige, die Hilfe bei einem Partner sucht. "Sie ist zart, sie ist zierlich, sie ist zerbrechlich." heißt es auf dem Cover der Crime. Genau das zieht ihre Opfer an. Im Laufe der Jahre bringt sie zwei ihrer Männer als für sich einzigen Ausweg um. So eiskalt wie die Frau mordet, so eiskalt ist die Geschichte auch erzählt. Die Schaurigkeit der Story wird dem Leser erst im Nachhinein bewusst.

    Außerdem zeigt das Magazin in dieser Ausgabe eine charakteristische Fotoreportage von Überlebenden, die von Kugeln getroffen wurden.

    Ein packendes Interview mit Niels Birbaumer, Neurowissenschaftler, zeigt neue Perspektiven auf: Sind Psychopathen also doch therapierbar? oder: Psychopathen kennen keine Furcht.

    Erhätlich hier:

    https://www.magazineshoppen.de/stern-crime-08-2016.html

     

     

     

  • Olympia-Kritik: Illusion weicht der Wirklichkeit

    Illusion

    Am 5. August sind die olympischen Spiele in Brasilien in Rio de Janeiro gestartet. Ein 16 tägiges Fest in bunter brasilianischer Atmosphäre hat begonnen, in dem es keine Diskriminierung gibt und wovon wirklich alle profitieren. Plötzlich ist die Stadt sauber, die Guanabarabucht für den Wassersport endlich glasklar und die ganze Stadt hat ein Lächeln auf den Lippen. Weit gefehlt.

    Leichenteile in der Guanabarabucht

    http://img.welt.de/img/olympia/crop152717705/9676932924-ci3x2l-w900/One-Year-Out-Rio-Continues-Preparations-For-The-2016-Olympics.jpg

    Als 2009 der Austragungsort für die olympischen Sommerspiele 2016 bekanntgegeben wurde überwog noch genau diese Euphorie. Die ernüchternde Wahrheit aber stinkt, im wahrsten Sinne des Wortes, bis zum Himmel. Die Guanabarabucht, die bis zum 5. August eigentlich um 80 Prozent hätte gesäubert werden müssen, wimmelt noch vor Müll, Fäkalien und (besonders eklig) sogar einigen Leichenteilen. In den armen Favelas (Vierteln) Rios hat sich ebenso wenig geändert. Die Hoffnung, dass alle Bevölkerungsgruppen, und laut Präsidenten besonders die Armen, von den Spielen profitieren würden gleicht sich dem Klischee-Blümchen-Bild der Spiele an.

    Die Austräger und Befürworter bemühen sich noch immer vergeblich, die olympischen Spiele und deren Umfragewerte in ein besseres Licht zu rücken. Olympia wird immer mehr aufgebauscht, und das in einer Stadt in der organisierte Kriminalität, Gewalt und Armut an der Tagesordnung stehen. Rio inszeniert sich als Traumreiseziel mit dem Vorbild des Karnevals, der in aller Welt bekannt ist. Keine Rede ist jedoch von den immensen sozialen Problemen in der Stadt.

    Rund-um-die-uhr-Übertragung

    Deutschlands Rundfunkmedien ziehen dabei hundertprozentig mit. 16 Stunden werden die Spiele hier live übertragen. Nur wenn Rio schläft, also am Vormittag, stoppen die Beiträge über Olympia im ARD und ZDF. Die Einnahmen des IOC durch den Verkauf von Senderechten ist 2016 auf ca. 2,9 Mrd. Euro gestiegen. Auch Deutschland wird sich an diesem Betrag mit Steuergeldern beteiligt haben. Die Einnahmen gehen aber nicht an Rio, sondern an den IOC selbst und die Sportverbände.

    Notstand in Rio

    Die Wirtschafts- und Politkrise Brasiliens hat Rio in eine verzwickte Lage gebracht. Es werden Milliarden (offiziell rund 11 Md.) Euro in pompöse Bauten und Stadien, neue Infrastrukturen und in das mehr oder weniger akzeptable Olympiadorf gesteckt. Laut Politikern kommt gerade die Infrastruktur der ärmeren Bevölkerung zugute. Dass diese dem Olympiadorf in Zukunft einen Besuch abstatten werden, ist allerdings höchst unwahrscheinlich. Vor wenigen Wochen erst musste Rios Gouverneur wegen Zahlungsunfähigkeit der Stadt den Notstand ausrufen.

    Eine Stadt im Notstand richtet die olympischen Spiele aus. Allein dieser Satz bringt leichten Zynismus hervor.

    Hingepfuscht

    Die brasilianische Opposition gegen die olympischen Spiele weist auch immer wieder auf die verdrängten Armenviertel hin, die Platz machten für z.B. das olympische Dorf. Den rund 10.000 Athleten ist dieses laut einigen Aussagen nicht gut genug. Abflüsse und Wasserversorgungen funktionieren teilweise nicht richtig. Das deutsche Quartier hat mit Stromausfällen zu kämpfen.  Auf den letzten Drücker und mit wenigen finanziellen Möglichkeiten wurde das Dorf hingepfuscht.

    http://bilder.bild.de/fotos-skaliert/brasilianisches-militaer-bewacht-das-olympische-dorf-in-rio-200063091-47089306/2,w=650,c=0.bild.jpg

    Dass große sportliche Wettkämpfe Brasilien nicht den erhofften Wohlstand bringen, hätte spätestens vor  zwei Jahren während der Fußballweltmeisterschaft klar werden müssen. Den Armen hat auch dieser Wettkampf wenig genützt. Aber genau diese Armut ist es, die Brasilien zu einem durch Drogenhandel und Gewalt vergiftetes Land eine Basis bietet.

    Rivaldo warnt vor Einreise

    Ehemaliger Weltfußballer (1999) Rivaldo warnt die Menschen sogar vor einem Besuch der olympischen Spiele in Rio. Er postet das Bild eines durch Raubmord umgekommenen 17-Jährigen Mädchens und sagt, dass Besucher sich während der Spiele in Lebensgefahr begeben könnten und sich die Situation in Brasilien immer weiter verschlimmere.

    Augenzeugen wie er, die die Situation in Rio tatsächlich beurteilen können durchbrechen immer wieder den Deckmantel des Festes und der überschwänglichen Freude. Sport kann nicht so wichtig sein wie soziale Ungerechtigkeit. Olympia kann aber dazu genutzt werden auf genau diesen Missstand aufmerksam zu machen. Hinter die „Herren der Ringe“ zu schauen ist dieses Jahr nun mal besonders wichtig.

     

    Quellen:

    • http://img.welt.de/img/olympia/crop152717705/9676932924-ci3x2l-w900/One-Year-Out-Rio-Continues-Preparations-For-The-2016-Olympics.jpg
    • http://bilder.bild.de/fotos-skaliert/brasilianisches-militaer-bewacht-das-olympische-dorf-in-rio-200063091-47089306/2,w=650,c=0.bild.jpg
    • Beitragsbild: http://www.deutschlandradiokultur.de/media/thumbs/2/282e9c1363e0cdde850790b871d4848av1_abs_635x357_b3535db83dc50e27c1bb1392364c95a2.jpg

     

  • Lebensmittel: Wie Bio ist Bio eigentlich?

    Das Bio-Heiligtum

    Vor einigen Tagen war eine bayrische Freundin in Berlin zu Besuch. Sie ist ebenfalls Studentin und schaute wenige Minuten nach ihrer Ankunft bereits in meinen Kühlschrank.

    „Puh, hab’ ich Hunger. Hast du was mit Hähnchen da?“, sie nahm das verpackte Hähnchen aus dem Supermarkt in die Hand und schürzte die Lippen. Anschließend nahm sie die JA!-Milch von Rewe in die Hand. Ein erneut abfälliger Blick. Nach einigen Augenblicken sprach sie ihre Bedenken aus: „Kauft ihr denn hier kein Bio?“

    In der kleinen bayrischen Kleinstadt, in der sie lebt, ist es anscheinend auch für Studenten üblich, immer nur Bioprodukte zu kaufen. Der Kauf dieser Lebensmittel sei keine Preisfrage, sondern eine Qualitätsfrage. Wenn man den durchschnittlichen Aufschlag von 30-100 Prozent auf Bioprodukte betrachtet, bleibt einem als Student allerdings schon mal die Bio-Ketchup-Nudel im Hals stecken.

    Nach dem Vortrag über das Heiligtum Bio meiner Freundin, fragte ich mich: Wie Bio, also wie gesund und ökologisch, ist Bio eigentlich?

    Ist Bio gesünder?

    Es herrscht die allgemeine Vorstellung das ein Bioprodukt automatisch auch gesünder ist. Diese Behauptung ist bislang nicht eingehend bewiesen. Was bewiesen ist ist, dass Bioprodukte so gut wie keine Pestizide enthalten und deshalb schon weniger ungesund sind als normale Produkte, die eventuelle Pestizide enthalten.

    An dem Nährstoffgehalt der Lebensmittel ändert sich jedoch nichts. Bio-zucker bleibt genauso ungesund wie herkömmlich angebauter Zucker. Bioprodukte können auch entgegen populärem Wissen mit zugelassenen Zusatzstoffen versetzt werden.

    In Ausnahmefällen dürfen Tiere auch mit Antibiotika behandelt werden. Ein Bioprodukt ist also keine Garantie für antiobiotikafreies Fleisch.

    Ist Bio regionaler?

    Nein. In den Supermärkten liegen leider viel Importprodukte. Weshalb Bio nicht gleich nachhaltig, also nur umweltfreundlich, ist. Der Markt ist so stark gewachsen, dass die Bauern kaum mit der Nachfrage mithalten können. Bioprodukten werden aus der ganzen Welt geliefert. Die Klimabilanz ist also fragwürdig.

    Mit saisonalen lokalen Lebensmittel kann dem entgegengewirkt werden. Muss dann beim lokalen Bauern auch nicht zwingend Bio sein.

    Ist Bio durchschaubar?

    Viele Käufer von Bioprodukten kaufen diese, um die Herkunft und Zusammensetzung der Produkte genauer verfolgen zu können. Allerdings sind die Bestimmungen für Bioprodukte in Europa nach relativ vage und mit den verschiedenen Zertifikaten auch völlig verschieden. Das sechseckige Biozertifikat Europas bietet „nur“ den Standard. Teilweise werden in der EU für Bioprodukte sogar Zutaten aus konventionellem Anbau zugelassen.

    Ist Bio immer teurer?

    In den Supermärkten sind Bioprodukte mit Sicherheit keine Seltenheit mehr. Bei dm, Budni, Rossmann und Co. gibt es im Sortiment der Lebensmittel sogar fast nur ausschließlich Bioprodukte. In den normalen Supermärkten sind rund fünf Prozent der Produkte bereits Bio. Sogar Billig-Discounter wie Aldi und Lidl ziehen bei dem Trend mit. Das macht Bio auch erschwinglich für Ottonormalverbraucher.

     

    Bio ist nur wirklich Bio, wenn der Verbraucher weiterhin auch über Herkunft und Saisonalität des Produktes recherchiert. Blind Bioprodukte zu kaufen und mehr Geld für diese auszugeben, nur weil es angeblich besser ist, ist Schwachsinn. Also bedachtes Kaufen ist gut. Bio als moralisches Beruhigungsmittel eher weniger.

     

    Quelle:

    • http://getslimer.net/wp-content/uploads/2013/02/Bio-Lebensmittel.jpg

     

     

  • Colonia Dignidad:Folter im Namen Gottes

    Paul Schäfer: Sadist und Kinderschänder einer Sekte

    Nachdem sich während Paul Schäfers Jugendarbeit in der Kirche die Gerüchte über Kindesmissbrauchs und Misshandlung mehren, macht er sich sich in den 50er Jahren als Laienprediger selbstständig.  Mit seinem befreundeten Prediger Hugo Baar, der ihm später in die Colonia Dignidad folgt, verbreitet er in der Gemeinde Gottes Schreckensszenarien und radikale biblische Ansichten. Später werden zwei Fälle von vergewaltigten Jungen bekannt. Schäfer und Baar fliehen mit gut einem drittel ihrer Anhänger nach Chile, um angeblich dem Kommunismus zu entkommen.

    Dort gründet er eine Sekte beziehungsweise eine totalitäre religiöse Gemeinschaft, in der absolute Kontrolle und Demut herrscht. Um das Projekt im Süden Chiles, das kilometerweit keine Nachbarn hat, baut Schäfer einen elektronischen Zaun. Wer jetzt noch aus der Sekte fliehen will, hat versiegt. Nur 5 Mitglieder schaffen es, seit der Gründung 1961 aus der Sekte zu fliehen.

    ArBeit ohne Lohn

    Der Alltag in der Colonia Dignidad lässt sich mit KZ-Sprüchen der Arbeitslager in Polen vergleichen: „Arbeit macht frei.“ Frauen, Männer und Kinder leben strikt getrennt, eine Privatsphäre gibt es nicht, außer beim Schlafen stehen die Bewohner der Sekte unter ständiger Beobachtung. Von früh morgens bis spät abends wird ohne Lohn, sondern für die Gemeinschaft und den Gefallen Gottes, hart gearbeitet.

    Systematischer Missbrauch an der Tagesordnung

    Wer sich auch nur die kleinsten Fehltritte erlaubt wird bestraft. Besonders angeblich unzüchtiges, dämonisches Verhalten von Frauen wird in Eigenverantwortung geregelt. Kollektives Verprügeln von Mitgliedern oder Elektroschocks stehen an der Tagesordnung. Systematischer Missbrauch von Jungen im Badezimmer des Anführers oder die Zwangseinnahme von Psychopharmaka ebenfalls.

    Seit 1976 steht die Colonia Dignidad wegen dieser massiven Menschenrechtsverletzungen unter der Beobachtung der UNO und von Amnesty International. Viel geändert hat sich bis zu Paul Schäfers Tod allerdings nichts. Der Anführer der Sekte war ein autoritärer Mann mit stark sadistischen Zügen. Dennoch folgten ihm hunderte Deutsche nach Chile.

    Nach dem Pinuchet-Putsch wurde das Tunnelsystem oft als Folterkammer für die Gegner des Regimes verwendet. Bis zu 30 Morde mit anschließender Verbrennung sind nachgewiesen. Während dieser Zeit Umgang das Regime durch die Zollbegünstigungen der Deutschen das Einfuhrgebot von Waffen. Das Regime profitierte sehr von der Sekte.

    Die deutsche Botschaft schützt die Colinia Dignidad

    Angeblich wusste die BND schon seit 1966 von KZ-Ähnlichen Zuständen. Bis 1985 legte aber dennoch die deutsche Botschaft ihre schützende Hand auf die Colonia Didnidad. Geflüchtete schickte die Botschaft zurück in das Lager, in dem ihnen schwere Bestrafungen drohten.

    2005 wurde Paul Schäfer nach achtjährigem untertauchen festgenommen. Vor allem der sexuelle Missbrauch und die Entführung Kinder konnte ihm zu Last gelegt werden. Erst nach seinem Tod 2010 „normalisierten“ sich die Zustände in der Colonia Dignidad.

    Ein Gedenken an die Opfer gibt es nicht. Noch heute Leben 120 Mitwirkende oder Opfer in der Kolonie, die traditionelle deutsche Veranstaltungen als Touristenattraktionen verkaufen.

     

    Quelle:

    • http://bilder1.n-tv.de/img/incoming/origs16715716/3322736281-w1000-h960/15-colonia-dignidad-R7A7997.jpg
  • Die Zahl-was-du-willst-Kultur

    Zahlen, wie viel man will

    Die Studenten strömen endlich wieder in die Straßen. Es sind Semesterferien. Die Klausuren sind vorbei, und die Bibliothek wird endlich wieder gegen die großen Studentenstädte Deutschlands eingetauscht. Und was macht ein Student, der über Wochen nichts Anderes gesehen hat, als seinen Schreibtisch? Richtig, er trinkt! Nur woher das Geld nehmen? Das Bafög wurde wieder gekürzt, und es ist Ende des Monats. Die neue „Zahl-was-du-willst-Kultur“ macht diesen Problemen ein Ende.

    Mittlerweile haben sich schon hunderte Bars, Restaurants, Theater, Fitness- und Yogastudios diesem Trend angeschlossen. Eine Preisliste gibt es nicht. Meist zahlt ein Besucher ein Grundpreis für ein Glas (z.B. in der Weinerei in Berlin sind es 2 Euro) und darf dann nach Belieben Wein trinken. Es gilt das Prinzip der Selbstbedienung. Kurz bevor man geht bezahlt man einen für sich angemessenen Betrag.

    Das Konzept Beruht auf Solidarität

    Ein Student zahlt in diesem Fall weniger als ein erfolgreicher Geschäftsmann. Das Konzept beruht ganz auf der Aufrichtigkeit und der Solidarität der Kunden. Nach einem Theaterbesuch zahlt man vielleicht auch nur so viel wie einem die Performance wert war.

    Aber kann so etwas funktionieren? Sind die Menschen nicht viel zu unehrlich? Zahlen nicht Dutzende überhaupt nicht? Natürlich gibt es einige schwarze Schafe, die aus diesem Deal mehr Vorteile schlagen, als sie benötigen. Trotzdem scheint das Konzept immer besser zu funktionieren. Durch das große Angebot sind die besagten Läden immer voll.

    Soziale Interaktion ist für die Philosophen der Zahl-was-du-willst-Kultur ein Recht, das jeder genießen sollte. Es fördert den kulturellen Austausch und den Zusammenhalt zwischen den Anwohnern. Es geht hier nicht um Almosen, oder um reiche Erben, die den Studenten ihren Rausch finanzieren. Denn Menschen sind anscheinend doch nicht so egoistisch wie bisher vermutet. Vielmehr geht es um eine gemeinsame gute Zeit.

    Es gibt auch Ausnutzer

    Unter den Anwohnern herrscht also in der Weinerei in Berlin weitgehende Solidarität. Nur hat sich die Popularität des Ladens auch unter Touristen rumgesprochen. Viele von ihnen nutzen die Anonymität natürlich aus. Helfen könnte ein Richtpreis, quasi ein Apell an die Moral der Kunden.

    In einem Yoga-Zentrum in Neukölln geht man beispielsweise ohne Anmeldung zu den Kursen und bezahlt bewusst bei der Lehrerin. Es gibt vier Abstufungen pro Stunde (7, 9, 11, und 13 Euro). Da man der Lehrerin direkt in die Augen schaut geben die Richtigen Leute viel, und die Richtigen wenig.

    Für alle Institutionen ist ein solches Bezahlungskonzept sicher aber nicht möglich. Die besagten Restaurants leben von ihrer Einzigartigkeit. Jeder neue Laden würde immer auf Messers Schneide stehen. Ein solche Entscheidung ist nur mit einem Rückhalt möglich.

     

     

  • Die Pflicht, das Leben zu genießen

    IMMer wieder das Gleiche

    Wer heutzutage nicht haargenau über die letzten Schreckenstaten Bescheid weiß, wird verpönt. Wer sein leben normal weiter lebt, erst recht. Einfach mal am Strand liegen und faulenzen, und dabei nicht über die aktuellen Geschehnisse diskutieren? Kaum denkbar. Es sind imer die gleichen Diskussionen.

    Politisch interessiert zu sein und eine Meinung über alle Themen in den Leitmedien zu haben ist in Mode gekommen. Sich seine eigene Meinung zu bilden, ist eines der wichtigen Güter unseres Seins. Eine demokratische Gesellschaft wäre ohne die öffentliche Meinung gar nicht erst möglich.

    Halbwissen steigt uns zu Kopf

    Doch in letzter Zeit scheint Politik und Halbwissen uns zu Kopf zu steigen. Diskussionen mit haltlosen Fakten und Meinungen, die keine fundierte Basis vorlegen können heizen das Familientreffen an.  Muss denn Angst beispielsweise am Sonntagsstammtisch noch weiterverbreitet werden? Dürfen wir uns überhaupt noch den kleinen schönen Dingen des Lebens widmen?

     

    Bescheid zu wissen ist eine Sache, sich der Negativität der Welt zu ergeben und in Angst zu leben, eine andere. Es ist Sommer in Deutschland. Endlich steigen die Temperaturen über 30 Grad und alles, was ich lese und höre sind Angst, Schrecken und Tod. Es ist nicht ignorant sein Leben zu genießen, wenn andere es nicht können. Es wäre ignorant das Problem tatsächlich zu ignorieren und sich mit seinem schönen Leben bewusst von diesen Geschehnissen abzulenken. Ein Leben auf Standby in Streit und Diskussionen hilft den Opfern nicht weiter.

     

    Wir, besonders in Deutschland, aber in Europa generell sollten uns mehr in Dankbarkeit und Hilfsbereitschaft üben, als nur über theoretische Konstrukte zu diskutieren. Nur so geben wir Hass und Trauer eine Chance, uns einzunehmen.  Glück ist ein Entschluss. Es wäre unfair unser Leben in eine derartige Richtung zu verschwenden. Wer Glück und Leben hat, wer Möglichkeiten hat, sollte sie sofort ergreifen.

    Glücklichsein ist kein verbrechen

    Glücklich sein ist kein Verbrechen, auch wenn es sich in den letzten Monaten tatsächlich manchmal so anfühlt. Egoismus ist eins, auch Vernachlässigung und Ignoranz sind Verbrechen. Aber einfach zu lächeln, weil man Glück gehabt hat, ist keines dieser Dinge. Wir Deutschen nehmen uns und die Welt oft viel zu Ernst. Dabei ist es unsere selbstauferlegte Pflicht, unser Glück zu teilen, nicht unseren Hass oder unsere Angst.

     

    Auftrag also an alle: Diese Pflicht erfüllen. Sich richtig informieren. Helfen. Aber nicht diskutieren, um zu zeigen, dass man eine Ahnung hat und um informiert dazustehen. Wie ich schon immer sagte, Angst ist der schlimmste Gegner des Menschen.

  • Und plötzlich ist sie da; die Angst

    Shooting am OEZ in München

    Die Gewalt, der Tod und eben auch die Angst waren immer bei unseren Nachbarn. Seit 9/11 ist Deutschland weitgehend verschont geblieben von den schrecklichen Blutbädern und Anschlägen. Frankreich hatte vor allen Dingen in den letzten beiden Jahren mit den meisten Anschlägen Europas zu kämpfen, aber auch in Spanien und England starben Hunderte. Ob durch eine religionsextremistische Tat oder durch einen rechtsradikalen Fanatismus wie in Norwegen.

    Gestern Abend gegen 18 Uhr fielen am Olympia-Einkaufszentrum im Norden Münchens plötzlich Schüsse. Ein 18-Jähriger deutsch Iraner tötete mindestens 10 Menschen, inklusive sich selbst. Videos, die im Internet kursieren zeigen einen Dialog mit einem Zeugen, der von seinem Balkon aus einen guten Blick auf das Deck des Einkaufszentrums hatte. Der vermutliche Attentäter wird in diesem Video von dem Zeugen beschimpft, während sich der Mann mit der Waffe in der Hand lediglich rechtfertigt. „Ich bin Deutscher! Hört auf zu filmen!“ Viele seiner Sätze bleiben unverständlich. Worte über eine psychische Behandlung stechen heraus, über Hartz VI.

    Motiv Noch Unklar

    Motive des Attentäters werden momentan von der Polizei noch analysiert, weshalb derzeit nur Spekulationen darüber möglich sind. Nach einer religiös motivierten Tat hört sich der Dialog im genannten Video aber nicht an. Eher nach einer Art Amoklauf von einem unzufriedenen Jugendlichen, der eventuell psychische Probleme hat. Es ist die Art der Shootings, die uns aus den USA nur all zu gut bekannt sind.

    Einen Unterschied gibt es aber dennoch zu diesen Shootings. In den USA kann man teilweise im Supermarkt eine Waffe kaufen. Hier in Deutschland sollte der Besitz einer Waffe sehr viel auffälliger sein. Weshalb dieser Fakt den Ermittlern der Polizei entgangen ist, bleibt unklar. Wo bekommt ein so junger Mensch eine Waffe her? Da ist die Vermutung wiederum nicht weit, dass er Hilfe hatte, und dass es doch kein Einzeltäter war.

    Was solche Vermutungen hervorrufen, ist Angst. Angst kann Deutschland wirklich nicht gebrauchen, denn es ist die Basis für irrationale und nicht-fundierte Entscheidungen. Merkel hat sich bisher noch nicht zu dem Vorfall geäußert, um keine voreiligen Schlüsse zu ziehen. Recht hat sie schon. Trotzdem braucht Deutschland sie jetzt. Die geängstigten, instabilen Menschen, mit einem Hang zum Rechten, die brauchen Merkels Statement jetzt.

    Wir brauchen Sichtbare Sicherheit

    Die Menschen brauchen eine Versicherung, dass Polizeipräsenz endlich sichtbarer wird. Dass die deutsche Polizei bereits Attentate verhindert hat, und einen guten Job macht, ist klar. Es geht aber vor allem darum, in diesen unsicheren Zeiten das Gefühl der Angst in der Bevölkerung zu kontrollieren. Angst ist eine Waffe in den Händen jeder, die sie zu missbrauchen wissen.

    Es kursieren in der Politik immer wieder Debatten über eine erhöhte Sicherheit in Deutschland, die nach dem gestrigen Abend mit Sicherheit wieder aufflammen werden. Bedeutet eine erhöhte Sicherheit die Gefährdung unseres Rechtsstaates? Diese Frage ruft eine äußerst demokratisch, theoretische Debatte hervor – wie überaus deutsch.  Ein Mittelweg muss gefunden werden.

    Eine starke Front zu zeigen, wie Merkel es schon längst hätte tun müssen, ist ungemein wichtig. Sogar der US-Präsident äußerte sich bereits über den Vorfall, während die Kanzlerin schweigt. Theoretisch eine sehr bedachte und weise Entscheidung. Aber vor dem Angesicht der Angst sind bedachte und langsame Entscheidungen praktisch einfach nicht mehr genug.

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