Deutschland

  • Diesen Sommer mal nicht nach Malle

    Der Sommer steht vor unseren Türen, so langsam kommen die kurzen Hosen und die Sommerkleidchen wieder zum Vorschein. Leicht angebrannter Fleischgeruch steigt in unsere Nasen. Anstatt aber jetzt einfach in den Süden für noch mehr Sonne abzuhauen, sollte man sich mit den Heimatalternativen bekannt machen. Urlaub in Deutschland liegt voll im Trend.

    Strand: Amrum – Insel der Freiheit:

     

    Die Nordfriesische Insel ist vielleicht nicht so bekannt wie Sylt & Co, hat aber seinen ganz eigenen Charme. Mit einem der schönsten Strände Deutschlands kann sich die zehntgrößte Insel Deutschlands durchaus sehen lassen. Amrum ist nicht nur für Strandkorbfaulenzer eine gute Wahl. Für aktive bietet Amrum vor Allem viele Möglichkeiten für Wassersport, wie Windsurfen.

     

    See: Mainau

     

    Dass der Bodensee im Sommer ein Top-Reiseziel ist, ist kein Geheimnis. Aber besonders die drittgrößte Insel des Sees lockt mit einem Stück Kulturgut. Neben der Atemberaubenden Landschaft kann die Blumeninsel mit einem Barockschloss und unzähligen Gärten. Für Kinder gibt es einen Bauernhof, wo man reiten kann.

     

    Berge: Wandern an der Zugspitze

     

    Wer hoch hinaus will und sich einen Aktivurlaub zutraut sollte die Zugspitz-Region einmal gesehen haben. Dort kann man glasklare Gletscherseen beobachten und die schönsten Ausblicke genießen. Auch mit Mountainbikes kommt man in den weniger hohen Regionen gut voran. Der Aufstieg lohnt sich in jedem Fall. Die Berge sind eben nicht nur zum Skifahren gut.

     

    Deutschland hat landschaftlich noch sehr viel mehr zu bieten. Es muss eben doch nicht immer der Flieger sein. Auch hier gibt es Erholung.

     

     

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    Text: Larissa B.
    Bilder: http://goo.gl/KgGnas , http://goo.gl/RwumWz , http://goo.gl/1LkaRz

  • Der Grill-CODE: Was geht und was nicht

    Es ist angegrillt. Bratwurst, Spare Rips, Putensteak, Schaschlik-Spieß oder gefüllte Champignons. Der Sommer ist da und mit ihm die weltbeste Grillkultur. Als Deutscher ist man meistens schon Grillexperte, bevor man überhaupt mit Feuerzeugen spielen darf. Für alle, die noch nicht so sicher sind, kommen hier die Grilltipps, die alle satt durch den Sommer bringen.

    Sozialer Anstand:

    Im ersten Stock auf dem Balkon zu grillen, ist wahrscheinlich nicht unbedingt die feine Art. Wenn auf dem Balkon gegrillt wird, geht dies nur ohne übermäßige Rauchentwicklung mit Elektro- oder Gasgrill.

    Für alle, die es zum Grillen doch eher in den Park verschlägt, gibt es besonders einige Dinge zu beachten. Neben „Nicht-Grillern“, die lieber sich selbst als eine leckere Bratwurst grillen wollen, sollte man nicht unbedingt sein Lager aufschlagen. In vielen Parks gibt es speziell ausgewiesene Plätze. Im Hamburger Stadtpark rückt im Sommer mehrmals täglich die Feuerwehr an, weil mal wieder ein Idiot die Grillkohle in den Mülleimer geschmissen hat. Also das bitte auch unterlassen. Ansonsten steht dem Angrillen in diesem warmen Mai nichts mehr im Wege – oder doch? Hier ein paar Tipps für Grillanfänger:

     

    1. Welcher Grill?

    Der Klassiker ist der Holzkohlegrill. Viele selbsternannte Grillexperten schwören auf die Kunst, den Kohlegrill anzufeuern. Was bei Weitem nicht so leicht ist, wie es aussieht.

    Zum erfolgreichen Anfeuern bedarf es eigentlich nur drei Dinge: Grillanzünder, Grillkohle, und Sauerstoff. Aber auf die Technik kommt es an.

    Generell gilt, wenig Kohle brennt schneller durch, lässt sich aber auch einfacher entfachen. Bei Grillanzündern ist es wichtig, die Gebrauchsanweisung zu lesen, damit keine Gesundheitsrisiken entstehen. Beim Holzkohlegrill sollte auf einen windgeschützten Platz geachtet werden, sonst fliegen Kohleflocken. Der Fleischsaft sollte nicht mit der Kohle in Berührung kommen, da dabei gesundheitsschädlicher Rauch entstehen kann. Mit Alufolie lässt sich das verhindern. Luft bekommt man durch den Einsatz von purer Muskelkraft. Also: Wedeln was das Zeug hält. Wenn jedes Kohlestück ungefähr weiß ist, kann losgelegt werden.

    Für Balkongriller bleiben Gas- und Elektrogrill als Alternative. Da kann man sich die ganze Anfeuereskapade immerhin sparen. Macht aber auch halb so viel Spaß.

     

    1. Grillvielfalt:

    Was man alles so auf den Grill schmeißen kann, kann ein jeder Fleischer dem Hobbygriller verraten. In jedem Supermarkt gibt es fertig mariniertes Fleisch. Wer es traditioneller mag, mariniert selbst:

    Dabei bitte hitzebeständiges Pflanzenöl verwenden und mindestens zwei Stunden einziehen lassen. Nur so kann das Fleisch die Gartemperatur erreichen. Und bitte hier noch nicht salzen.

    Fisch kann man gut stabilisieren, indem man ihn über Kreuz aufspießt, sodass er nicht auseinanderfällt.

    Steaks wie auch in der Pfanne scharf!  bei direkter Hitze von beiden Seiten anbraten. Nur so bleibt es innen saftig.

    Für Vegetarier gibt es zum Grillen unzählige Alternativen. Champignons gefüllt mit Feta-Käse, gefüllt Zucchini, Pellkartoffeln. Lecker!

    Ich muss jetzt auch los. Die Kohle ist weiß. Die Steaks sind bereit. Das Bier ist auf. Happy grilling!

     

     

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    Text: Larissa B.
    Bild: http://goo.gl/VI1Q6Q

  • Sind wir politikverdrossen?

    Gestern war er wohl, der (links-)politischste Tag des Jahres: 1. Mai. Der Tag, an dem Ältere zu Hause bleiben und wütende Studenten die Straßen fluten. Vor 20 Jahren war Deutschland durch das Ost-West-Verhältnis noch so richtig politisch interessiert. Es ging um Grundsätze der Politik, generelle Positionen, die ein jeder vertreten würde oder eben nicht. Es waren Zeiten, in denen junge Studenten noch auf die Straßen gingen. Zeiten, in denen sie noch eine Meinung hatten und für sie einstanden.

    Durch diese starken Meinungen kam es oft zu den Ausschreitungen am 1. Mai. Auch heute gibt es noch einige Festnahmen. 2016 aber verlief der 1. Mai ruhiger als gewohnt. In Berlin war das Maifest vielmehr ein Fest der Liebe zum Biertrinken und Kiffen. Von politischen Engagement war bis 8 Uhr abends nichts zu spüren. Auch in der Sternschanze in Hamburg gab es laut Polizei deutlich weniger Ausschreitungen.

    Was bedeutet das also für die jüngere Generation unserer Gesellschaft? Haben wir plötzlich kein Interesse mehr an Politik? Geht es uns zu gut und sagen wir zu allen Gesetzesentwürfen ja und amen?

    Außer bei wirklich linken Studentenbewegungen ist der politischer Charakter des 1.Mais völlig verloren gegangen. Aber auch dieser Tag ist Ausdruck einer von Konsum geleiteten Gesellschaft, die sich höchstens um Steuererhöhungen schert. Aufschreie werden zu Einzelereignissen wie Böhmermann oder der Grenzschließung groß, flachen aber genauso schnell ab wie sie gekommen waren.

    Trotzdem ist der 1.Mai keine Repräsentation einer Politikverdrossenheit. Die Wahlbeteiligung ist nicht signifikant niedriger. Was stimmt ist, dass Politikverdrossenheit von den politischen Gegebenheiten selbst ausgelöst wird. Früher wählte man die CDU, weil man das Unternehmertum unterstützen wollte und die SPD, um die Arbeiter zu stärken. Deutschland ist nicht mehr so nah an politischen Ereignissen beteiligt wie bis 1990.

    Politisches Interesse scheint aber dennoch wieder näher zu kommen. Je „krisenbelasteter“ das Land von einem auf den anderen Moment ist, desto mehr Meinungen entstehen. Meinungen hat Deutschland zumindest, vor allen Dingen zur Flüchtlingskrise. Anscheinend hat aber die Politik Schwierigkeiten diese unter ihren Parteien aufzuteilen. Sind wir politikverdrossen? Höchstens, weil es die Politik selbst forciert.

     

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    Text: Larissa B.
    Bild: http://goo.gl/cF4F5B

  • Was tut Deutschland gegen den Terror und wie sicher sind wir wirklich?

    Was tut Deutschland gegen den Terror und wie sicher sind wir wirklich?

    Nach den heutigen Anschlägen in Brüssel sitzt der Schock Europa noch tief in den Knochen. Der Großteil der Bevölkerung Deutschlands fragt sich mittlerweile schon nicht mehr, ob Vergleichbares bei uns geschehen kann, sondern wann es geschehen wird. Es scheint als sitze man auf einer Zeitbombe, die nicht entschärft werden kann. Europa ist im Krieg mit einem unsichtbaren Feind.

    Immer wieder wird in Kommentaren zu Brüssel eine fehlende Zusammenarbeit der EU-Mitgliedsstaaten kritisiert. Diese könnten Behinderungen für Aufklärungen versuchter Attentate darstellen. Was macht aber Deutschland ganz konkret gegen den Terror? Was wird angestrebt, steht auf dem Papier, wird aber nicht umgesetzt?

    + Verstärkte Kontrollen an den Grenzen, Flughäfen und Bahnhöfen

    + Sammeln von möglichst vielen Infos über Islamisten in Europa. (Geheimdienste sollen sich austauschen, tun es aber nicht vollständig durch „nationale Egoismen“)

    +Verdächtige Islamisten werden überwacht. (Liste mit 1000 Islamisten, einige davon aber sogar mit akuter Terrorgefahr, Razzien, Überwachung von Handys)

    + Orte mit Terrorwarnungen werden besonders gut geschützt

    + Plan (!!) zur Optimierung des Informationsaustausches RAN („Radicalisation Awareness Network“)

    + Europols Zugang zum Visa-Infosystem

    + Stoppen von Geldfluss innerhalb terroristischer Organisationen

    + militärischer Einsatz gegen den IS seit den Anschlägen in Paris

     

    Diese Pläne und Fakten erscheinen natürlich erst einmal beruhigend. Allerdings hatte Belgien ganz ähnliche Pläne, trotzdem ereigneten sich die heutigen Anschläge. An der Umsetzung dieser Pläne hapert es aber noch sehr.  Problem ist auch die Wahllosigkeit des islamistischen Terrorismus. Das Ziel ist, blind zu töten! Gerade deshalb muss Europa diese immanente Gefahr mehr als ernst nehmen. Ein Anschlag ist immer und zu jeder Zeit auch in Deutschland denkbar.

    Was Deutschland und Europa im Angesicht der Ereignisse eigentlich (nicht planen, sondern) tun müssten:

    - Mehr Gelder für die innere Sicherheit: Normale Sicherheitskräfte tragen keine Schusswesten, die den Kriegswaffen der Terroristen standhalten. Außerdem brauchen diese Kräfte vergleichbare Maschinengewähre. Zumindest Zweitmagazine müssen ungeachtet der Kosten für jeden Beamten bereitgestellt werden! Die Ausstattung für die Erhaltung der inneren Sicherheit ist völlig unzureichend.

     

    - Endlich müssen EU-Mitglieder tatsächlich jegliche Informationen, die bereits da sind, ungeachtet der Quellen zur europäischen Sicherheit freigeben. Nur so kann ein im Untergrund organisiertes Terrornetzwerk überhaupt nachvollzogen werden. Europa hat vielmehr Informationen als es tatsächlich nutzt.

    - „Die Zeit des Durchwinkens ist vorbei!“, auch Grenzen innerhalb Europas müssen viel schärfer kontrolliert werden. Reisefreiheit ist wichtig, aber die konkreten Terrorwarnungen müssen ernster genommen werden.

     

    Am Ende bleibt noch immer die ernüchternde Erkenntnis, dass ein Anschlag auch in Deutschland sehr schnell passieren kann. Europa könnte mit Zusammenarbeit, ohne nationalen Eigensinn, mehr erreichen, auch in der Flüchtlingskrise. Wenn es zu Anschlägen kommt, sollten wenigstens unsere Sicherheitskräfte bestmöglich ausgerüstet sein. Dies ist momentan nicht der Fall. Es muss die Erkenntnis stattfinden, dass wir nicht mehr in einem vermeintlich sicheren Europa leben. Die Gefahr ist da, und sie ist real. Punkt.

     

     

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    Text: Larissa B.
    Bilder: http://goo.gl/ilWAaU

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