Die Pflicht, das Leben zu genießen

IMMer wieder das Gleiche

Wer heutzutage nicht haargenau über die letzten Schreckenstaten Bescheid weiß, wird verpönt. Wer sein leben normal weiter lebt, erst recht. Einfach mal am Strand liegen und faulenzen, und dabei nicht über die aktuellen Geschehnisse diskutieren? Kaum denkbar. Es sind imer die gleichen Diskussionen.

Politisch interessiert zu sein und eine Meinung über alle Themen in den Leitmedien zu haben ist in Mode gekommen. Sich seine eigene Meinung zu bilden, ist eines der wichtigen Güter unseres Seins. Eine demokratische Gesellschaft wäre ohne die öffentliche Meinung gar nicht erst möglich.

Halbwissen steigt uns zu Kopf

Doch in letzter Zeit scheint Politik und Halbwissen uns zu Kopf zu steigen. Diskussionen mit haltlosen Fakten und Meinungen, die keine fundierte Basis vorlegen können heizen das Familientreffen an.  Muss denn Angst beispielsweise am Sonntagsstammtisch noch weiterverbreitet werden? Dürfen wir uns überhaupt noch den kleinen schönen Dingen des Lebens widmen?

 

Bescheid zu wissen ist eine Sache, sich der Negativität der Welt zu ergeben und in Angst zu leben, eine andere. Es ist Sommer in Deutschland. Endlich steigen die Temperaturen über 30 Grad und alles, was ich lese und höre sind Angst, Schrecken und Tod. Es ist nicht ignorant sein Leben zu genießen, wenn andere es nicht können. Es wäre ignorant das Problem tatsächlich zu ignorieren und sich mit seinem schönen Leben bewusst von diesen Geschehnissen abzulenken. Ein Leben auf Standby in Streit und Diskussionen hilft den Opfern nicht weiter.

 

Wir, besonders in Deutschland, aber in Europa generell sollten uns mehr in Dankbarkeit und Hilfsbereitschaft üben, als nur über theoretische Konstrukte zu diskutieren. Nur so geben wir Hass und Trauer eine Chance, uns einzunehmen.  Glück ist ein Entschluss. Es wäre unfair unser Leben in eine derartige Richtung zu verschwenden. Wer Glück und Leben hat, wer Möglichkeiten hat, sollte sie sofort ergreifen.

Glücklichsein ist kein verbrechen

Glücklich sein ist kein Verbrechen, auch wenn es sich in den letzten Monaten tatsächlich manchmal so anfühlt. Egoismus ist eins, auch Vernachlässigung und Ignoranz sind Verbrechen. Aber einfach zu lächeln, weil man Glück gehabt hat, ist keines dieser Dinge. Wir Deutschen nehmen uns und die Welt oft viel zu Ernst. Dabei ist es unsere selbstauferlegte Pflicht, unser Glück zu teilen, nicht unseren Hass oder unsere Angst.

 

Auftrag also an alle: Diese Pflicht erfüllen. Sich richtig informieren. Helfen. Aber nicht diskutieren, um zu zeigen, dass man eine Ahnung hat und um informiert dazustehen. Wie ich schon immer sagte, Angst ist der schlimmste Gegner des Menschen.

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