Rock am Ring

  • Rock am Ring 2016

    Nachdem sich unzählige Seelen über die Fahrlässigkeit der Rock am Ring-Veranstalter und/oder die Dummheit der Festivalbesucher beschwert haben, wurde jetzt doch keine Genehmigung für den letzten Tag des Festivalwochenendes erteilt.

    Fraglich ist tatsächlich, ob die Besucher noch wirklich Lust hatten aus einem obligatorischem Gefühl zu ihrem Geldbeutel, weiterhin in ihrem schlammdurchtränkten Zelt auszuharren. Teilweise steht das Wasser nämlich bis über den Reisverschluss. Vielleicht sind einige ja ganz froh wieder ein Dach über dem Kopf zu haben. Der Großteil ist aber maßlos enttäuscht.

    War ja irgendwie auch ‘ne blöde Idee, umringt von hohen Metallmästen in einem der schlimmsten Unwetter zu feiern, die Deutschland seit einigen Jahren erleben durfte. Aber darüber möchte ich mir als „Nicht-eingfleischter-Rock-Fan“ kein Urteil bilden.

    Nur das Jahrhunderthochwasser 2013 konnte die Schäden diesmal toppen. Noch ist die Unwetter-Saison aber noch lange nicht geschafft. Insgesamt sind außerhalb des Festivals schon 7 Menschen durch die Unwetter ums Leben gekommen. Auf dem Fest selbst gibt es 71 Verletzte.

    Ein Blitzeinschlag verletzte die Festivalbesucher. Nun warnt der Veranstalter auf sozialen Netzwerken vor neuen Unwettern, denn es sind noch lange nicht alle Rock-Fans abgereist. Es bleibt abzuwarten, ob Rock am Ring noch weitere Opfer hervorbringen wird.

    In einer Stadt fallen flutartige Regenfälle. Im nächsten Ort fallen Hagelkörner so groß wie Golfbälle. Ein Reporter von Wetteronline steht im einem Hagelberg, mit kurzer Hose und Gummistiefeln. Kurz darauf bildet sich undurchsichtiger Nebel. Es sind absurde Bilder, die das Wetter derzeit liefert.

    „In Deutschland gibt es keine Unwetter, da ist doch kaum was los“, würden Amerikaner aus Kansas vielleicht beteuern. Doch dieser Tage hat Deutschland ordentlich was zu bieten.

    Für das Land ist aber eines sicher -  der Spaß wird teuer! Die Flutwelle in Niederbayern hat das Bundesland mittlerweile schon 1 Mrd. Euro gekostet. Im Landkreis sind über 200 Brücken weggespült worden wie Playmobil-Konstruktionen. Dazu kommen 500 Häuser, die so schwer beschädigt sind, dass sie nicht saniert werden können.

    Momentan werden den Geschädigten läppische 1500 Euro Soforthilfe angeboten. Damit kann sich eine Familie gerade mal ein paar Wochen über Wasser halten – im wahrsten Sinne des Wortes. Seehofer spielte bereits an, dass „man diese Katastrophe nicht mit 1500 Euro beantworten kann“.

    Also schön brav den Wetterbericht schauen, und zumindest mit gesundem Menschenverstand handeln, liebe Festivalbesucher.

    PS: Auf einem offenen Feld, schützt man sich vor Blitzen am Besten in der Hocke. Könnt Ihr gerne im 5.Klasse-Physik-Buch nachlesen.

     

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    Text: Larissa B.
    Bild: https://goo.gl/wsXXde

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