Trump auf dem Siegeszug

Jeb Bush ist offiziell aus dem Kandidaturwettrennen der Republikaner ausgeschieden. Wer der Partei bleibt ist eine Horrorvorstellung für die Weltgemeinschaft. Ein rücksichtloser, egozentrischer, rassistischer Präsident der Vereinigten Staaten könnte verheerende Folgen haben. Bush wurde systematisch von den Republikanern ignoriert, bis er sich selbst aus dem Wettkampf zurückzog.

Der Wind weht in Richtung Radikalismus nicht nur in Europa, sondern auch in den USA. Dabei war „the old Party“ (die republikanische Partei) nicht immer so rechts, wie sie es 2016 ist.

Europa erinnert sich an Goerge W. Bush, der den Irakkrieg unter fragwürdigen Vorwänden anzettelte. Der Präsident, der dem Land einen hohen Schuldenberg hinterließ. Wirklich kleiner ist dieser auch mit Obama nicht geworden.

Die Partei der Republikaner war einst die Fortschrittliche Soziale Partei Amerikas. Abraham Lincoln schaffte schließlich die Sklaverei ab – auch er war Republikaner. Eine imperialistische, rechtere Ader bekam die Partei erst sehr viel später. Was wir heute unter der republikanischen Partei verstehen, lässt sich mit ihrem Ursprung kaum noch vergleichen. Viel eher hat diese sich an die konservative „Tea Party“ angenähert.

Die Partei scheint im Trotz zu versinken, nicht willig irgendwelche Kompromisse zu finden. In Obamas Präsidentschaft haben sie im Kongress fast jede seiner Reformen bis auf das äußerste blockiert und damit trotzdem nicht viel erreicht. Jetzt wollen sie einen, der das Ruder in die Hand nimmt – nein – der es an sich reißt.

Die Wahl in den USA war immer schon ein Zweifrontenkrieg, doch die Linie zwischen den Parteien scheint mittlerweile ein riesiger Graben geworden zu sein. Ein Graben, den Trump momentan von einem Hochsitz überblicken kann.

Man sollte nicht missverstehen: Viele Republikaner Politiker sind gegen eine Präsidentschaft Trumps. Doch ohne Jeb Bush sind ihnen die Alternativen ausgegangen. Ein Mann, der dem Frust nach Obamas Präsidentschaft endlich mal Luft macht, wird gebraucht. Einer der stänkert und Hasstiraden ausspricht, die sonst nur zu Hause vor dem Fox News Channel ausgesprochen werden. Gegen diese faulen Mexikaner, schnell ein Label auf eine ethnische Minderheit drücken, und sie aussperren. Alles aussperren, was nicht dem „liberal consensus“ entspricht.

Clinton und Sanders kämpfen weiterhin um die demokratische Poleposition. Was die Amerikaner aber jetzt brauchen an der demokratischen Front ist einen klaren Sieger. Einen Gegenpol zu Trump.

Er wird in Karikaturen schon mit Hitlerbart gezeichnet. Ein neuer Tyrann, im Ausland gehasst, im Inland verehrt. Trump könnte nicht nur ein Problem für Immigranten werden, sondern auch für uns...wenn er seine Versprechungen in einer Präsidentschaft umsetzt.

 

 

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Text: Larissa B.
Bild: http://goo.gl/UDppdx

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