Wer am lautesten knallt: Silvester 2016

Da der alljährlich schlimmste Kater nun überstanden ist, kann man das letzte Silvester Revue passieren lassen. Auch dieses Jahr hat die Silvesterbilanz wieder Tote und zahlreiche Verletzte zu verbuchen. Vor allen Dingen in der Hauptstadt herrscht Krieg, so sagen die Berliner. Immer wieder tauchen Videos von brennenden Menschen im Netz auf. Plötzlich verwandelt sich das „gesittete“ Deutschland in eine straffreie Zone, in der es cool ist, illegale Chinaböller in eine 50-köpfige Menschenmenge zu werfen und mit einer Schreckschusspistole dem Nachbarn das Hörvermögen zu rauben. Als normaler Bürger muss man wirklich Angst haben auf dem Nachhauseweg von einer Party. Wenn man ein paar betrunkenen gackernden Halbstarken begegnet, hat man das Gefühl, die Straßenseite wechseln zu müssen.

1547 Mal musste die Feuerwehr allein in der Hauptstadt ausrücken. Doch damit nicht genug – sie wurde dabei tatsächlich selbst zum Opfer. Rücksichtlos wurden Böller auf Feuerwehrautos und Krankenwagen im Einsatz abgefeuert. Von 19 bis 6 Uhr gab es 1053 Rettungseinsätze. Es kamen sogar zwei Menschen im Eifer des Gefechts ums Leben indem sie von U-Bahn überrollt wurden.

Es scheint, als gelten keine Gesetzte mehr in den Köpfen der Menschen. Agressionsgeladen und ohne jede Reflexion interessiert es viele nicht wen oder was sie mit ihren Böllern aus Polen, der Ukraine oder sonst wo da verletzten, ob Gesetz oder Person. Hauptsache sie knallen am lautesten. Wer hat den gefährlichsten Chinaböller und wer bringt die dümmste Aktion im dümmsten Video des Jahres?

Nächstes Jahr gibt es hoffentlich keine Tote mehr. Doch der Trend zeigt eher einen allmählichen Anstieg von Kriminalität und Gewalt am Silvesterabend. Wer sich 2016 nicht bekriegen will, bleibt besser zu Hause.

 

Quelle: https://twitter.com/berliner_fw

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